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> Studieninformationsbroschüre der Kunsthochschule Kassel
Kerngedanke des Ausbildungskonzepts ist die Idee des individuellen Kompetenzprofils. Dies bedeutet, dass jeder der Studierenden mit einer ganz eigenen Vorbildung und Interessenslage das Studium beginnt. Mit dem Wissen und den Erkenntnissen, die sie sich im Laufe des Studiums aneignen, bilden sie ihre persönlichen Kompetenzprofile aus. Es gibt also keinen Königsweg in der Ausbildung zum Designer, sondern nur viele persönliche Studienprofile.
Die offen gehaltene Studienstruktur mit ihren vielfältigen Wahlmöglichkeiten – wobei die Studierenden durch eine intensive Beratung unterstützt werden – trägt dem Rechnung. Nach Abschluss ihrer Ausbildung sollen die Absolventinnen und Absolventen in der Lage sein, selbständig und kompetent Designprobleme hoher Komplexität zu lösen und dabei die künstlerischen, wissenschaftlichen und technischen Methoden des Designs entsprechend ihrer Schwerpunktsetzung professionell einzusetzen.
Das Studium des Produkt Design ist inhaltlich in drei Studienbereiche gegliedert:
- Entwerfen
- Künstlerische / Wissenschaftliche Kenntnisse
- Werkstätten
Das Entwerfen
Die zentrale Kompetenz des Designers ist das Entwerfen, also mit entwerferischem Denken und Handeln Design-Probleme begreifen und lösen. Das Entwerfen beginnt im ersten Semester; die Grundlagen erstrecken sich über das ganze Studium. Da jedes Design-Problem von seiner Natur aus einzigartig ist, kann jede neue Aufgabe auch das Erarbeiten von Grundlegendem fordern.
Die Entwurfsaufgaben der ersten beiden Semester sind nicht disziplinär angelegt, ab dem dritten Semester können die Studierenden selbst entscheiden, aus welchen Lehrbereichen sie ihre Entwurfsprojekte wählen. Zur Auswahl stehen:
- Industriedesign
- Ausbau- und Möbeldesign
- Design textiler Produkte
- Systemdesign
Dass diese vier Lehrbereiche innerhalb eines Studiengangs zusammengehalten werden, ist eine Spezialität der Produkt-Design Ausbildung in Kassel. Die Erfolge der Absolventinnen und Absolventen bestätigen dieses Konzept, zudem geht es einher mit den sich verändernden Forderungen des Berufsmarktes: Neben den klassischen Designern, den Formgestaltern, werden zunehmend Entwerfer gesucht, deren Qualifikationen quer zu den klassischen Entwurfs-Disziplinen liegen. Die Vielfalt der Ausbildung und die weit gefächerte Kompetenz entscheidet mit über die Zukunftsausssichten.
Künstlerische / Wissenschaftliche Kenntnisse
In diesem Studienbereich werden Wissen und Fertigkeiten vermittelt, die die Entwerfer zur Bearbeitung unterschiedlicher Entwurfsaufgaben befähigen. Das Spektrum der Inhalte ist weit gefächert. Es umfasst beispielsweise die Unterrichtung eines fundierten methodischen Instrumentariums, Kenntnisse in Bereichen des analogen und digitalen Modellbaus, ergonomisches Wissen, Methoden der Psychologie und des Marketings, künstlerisches und gestalterisches Arbeiten, Kenntnisse über Materialien und Fertigungsprozesse. Gegliedert ist der Studienbereich in folgende Gruppen:
- Künstlerisch / Gestalterischer Bereich
- Geschichte / Gesellschaftswissenschaften
- Werkstoffe / Fertigungsverfahren
- Theorien und Methoden
- Werkzeuge
Auch hier gibt es keine goldene Regel dafür, welche Fächer absolviert werden müssen, um ein guter Designer zu werden. Maßgeblich ist das persönliche Kompetenzprofil jedes einzelnen Studierenden. Demnach sind zwar bis zum vierten Semester verschiedene Pflichtveranstaltungen zu belegen, aber schon ab dem dritten Semester können die Studierenden wählen, aus welchen der Bereiche sie Veranstaltungen belegen möchten. Ab dem vierten Semester sind in keinem der Studienbereiche mehr Fächer verpflichtend vorgeschrieben, es muss lediglich eine bestimmte Anzahl an Lehrveranstaltungen aus den verschiedenen Studienbereichen erfolgreich besucht werden.
Die Diplom-Prüfungsordnung und der Studienplan können als PDF heruntergeladen oder ausgedruckt werden:
> Diplom-Prüfungsordnung Produkt-Design
> Studienplan Produkt-Design
Zusammenarbeit mit anderen Studiengängen, Fachbereichen und Universitäten
Die große Bandbreite von Wissen, das für Entwerfer relevant ist, erfordert besondere Konstellationen und Vorraussetzungen in der Lehre. Der Studiengang Produkt-Design ist hierbei in einer besonders günstigen Situation. Die Einbettung in die Kunsthochschule ermöglicht eine enge Zusammenarbeit mit den Studiengängen Bildende Kunst und Visuelle Kommunikation. Auch die Zusammenarbeit mit anderen Fachbereichen der Universität Kassel, zum Beispiel mit der Architektur, dem Maschinenbau, der Stadt- und Landschaftsplanung, der Psychologie, u.a., wird seit langem praktiziert.
Besonderer Wert wird darauf gelegt, dass die Studierenden auch eine gewisse Zeit an den europäischen Partnerhochschulen studieren, um dort Erfahrungen mit anderen Kulturen und Ausbildungskonzepten zu sammeln.
Abschluss
Der Studiengang Produkt-Design ist ein grundständiger Diplomstudiengang. Er ist unterteilt in ein handwerkliches Vorpraktikum, ein Grund- sowie ein Hauptstudium von jeweils vier Semestern und ein Prüfungssemester. Der Abschluss ist ein Hochschul-Diplom, es wird der akademische Grad Diplom-Designer bzw. Diplom-Designerin vergeben.
Studiengangleiter:
Prof. Jakob Gebert
Ansprechpartner:
Angelika Kampe (Geschäftszimmer, Studienberatung)
Montag bis Donnerstag von 9.00 bis 12.00 Uhr,
Mittwoch von 14.00 bis 16.00 Uhr
Raum: 0137 Atrium
Tel.: +49 (0) 561 / 804-5339
Fax: +49 (0)561 / 804-5012
E-Mail: a.kampe(at)uni-kassel.de
Studentische Studienberatung
E-Mail: studienberatung-produktdesign@uni-kassel.de
Leonie Aretz
The educational concept in the Department of Product Design revolves around enabling students to tailor-make their own personal study programme, guided by their particular interests and goals. Each student has followed a unique educational path, perhaps already having completed an apprenticeship in a practical profession, before beginning to study Product Design at Kassel. Our method of teaching picks up on and nurtures this individuality by granting students the freedom to cultivate and develop their own personal range of skills and repository of knowledge.
There is no single tried and tested way to successfully gaining a qualification as a designer; rather, graduates of our degree programme are each equipped with a unique portfolio of skills and expertise, knowledge and insights by the time they enter the job market.
Thanks to the flexible, unrestrictive structuring of the degree programme, students can choose from a wide range of course options throughout their studies. Intensive guidance is provided at every stage, allowing students to equip themselves with the necessary tools to complete their degree in the way most appropriate to them.
Our graduates are in a position to solve highly complex design problems singlehandedly and competently, by applying the unique combination of artistic, scientific and technical design skills they have acquired during their studies, these depending on their own particular specialised field of interest.
The Product Design degree programme comprises three key study areas:
Designing, Artistic and Scientific Skills and Knowledge / Workshops.
Designing
A designer‘s most essential skill is, naturally, his/her ability to design. In other words, he/she should be capable of grasping and solving design problems using design-oriented thinking and techniques. Though the process of familiarising students with the art of designing already begins on the first day of the first term, the task of learning the basic principles of design continues right up until graduation. Each design problem presents a unique challenge in terms of the skills and strategies required to tackle it with confidence. Accordingly, each new task or assignment presents students with a further opportunity to acquire and enhance their knowledge of the basics. From the third semester onwards, however, students themselves choose projects from the following specialist fields:
INDUSTRIAL DESIGN / FURNITURE AND EXHIBITION DESIGN / DESIGN OF TEXTILE PRODUCTS / SYSTEM DESIGN / PROCESSES AND METHODS IN DESIGN
The combination of these five subject areas within a single degree programme is a feature unique to the Department of Product Design at Kassel. The success of our graduates supports the underlying rationale of this teaching concept. Moreover, it is consistent with current trends in the career field.
Nowadays, there is an increasing demand for qualified designers whose skills and expertise don‘t necessarily correspond to those of more classical designers whose main concern is the product‘s form. For this reason, the spectrum of design skills and knowledge graduates can offer obviously plays a crucial role in determining their future employment prospects.
Artistic and Scientific Skills and Knowledge
In this topic of study, students are taught a plethora of skills and knowledge, which enable them to approach a wide variety of design assignments with confidence and proficiency. The purposefully broad range of subjects on offer aims to provide students with a sound foundation in the following areas: design methodology, analogue and digital model-building skills, ergonomics, human psychology and marketing strategies, artistic and creative ways of working, knowledge of materials and familiarity with a wide range of manufacturing processes.
The topic of study is structured into the following groups:
ARTISTRY AND CREATIVITY / HISTORY AND SOCIAL SCIENCES / MATERIALS AND MANUFACTURING PROCESSES / THEORY AND METHODOLOGY / TOOLS AND EQUIPMENT
Once again, there is no golden rule here dictating which subjects must be taken in order to become a proficient designer. Rather, priority is given to allowing each student to further develop his/her personal profile of skills and knowledge in the most suitable way. Co-operation with other degree programmes, departments and universities Following an interdisciplinary teaching concept is of great import nowadays if students are to be equipped with the large spectrum of skills and knowledge essential for their success as designers in the future. With this in mind, the Department of Product Design at Kassel is in a particularly favourable situation. Its location within the School of Art and Design facilitates close collaboration with the Departments of Fine Art and Visual Communication. In addition, co-operation with other faculties of the University of Kassel, such as Architecture, Engineering, Town and Landscape Planning and Psychology, has long been an integral part of our teaching programme.
Graduation
Successful graduates of our Product Design degree programme receive a “Diplom“, which is an internationally recognised university degree. From April 2007 onwards, it will also be possible to gain a doctorate in Design Science at our department.
Contact:
Angelika Kampe (Geschäftszimmer, Studienberatung)
monday - thursday 9am - noon,
wednesday 2-4pm
room: 0137 Atrium
phone: +49 (0) 561 / 804-5339
Email: a.kampe(at)uni-kassel.de
Studentische Studienberatung
Email: studienberatung-produktdesign(ät)uni-kassel.de
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