kunsthochschule kassel
Rundgang Kunsthochschule Kassel 2012
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Übersicht Dozenten Lehrveranstaltungen Bewerbung
Lehramt an Gymnasien im Fach Kunst
Modulbescheinigungen für den Studiengang Lehramt Kunst an Gymnasien

Studienheft für den Studiengang Lehramt Kunst an Gymnasien

Studienverlauf

Das Studium ist aufgeteilt in zwei Phasen:

1. das 2-semestrige Basisstudium und
2. das 6-semestrige Hauptstudium.

Es gliedert sich auf in drei große Bereiche, die integriert und parallel studiert werden:

1. die ästhetische Praxis (künstlerische Arbeit in den Ateliers und gestalterisch-technische Ausbildung in den Studienwerkstätten)

2. die Fachwissenschaft (Kunstgeschichte/-theorie/-psychologie/-soziologie/-philosophie)

3. die Fachdidaktik (Geschichte und Theorie des Kunstunterrichts, Methoden künstlerischer und gestalterischer Arbeit, Methoden der Vermittlung von Kunst und Alltagskultur im Unterricht).

Zusätzlich zum Fachstudium sind zwei Praktika in der Schule vorgesehen, eines unter erziehungswissenschaftlichem und ein zweites unter fachdidaktischem Schwerpunkt, die jeweils durch ein vor- und nachbereitendes Seminar begleitet werden.

Im Bereich künstlerischer Praxis werden eigene Ziele formuliert, geeignete medientechnische und gestalterische Kenntnisse und Fertigkeiten entwickelt und kreatives Verhalten geübt, das zu breiter künstlerischer Produktivität führen soll. In Bezugnahme auf die eigene künstlerische Praxis und darüber hinaus werden Darstellungsformen und Techniken erarbeitet, die für den Unterricht in der Schule relevant sind.

Im kunstwissenschaftlichen Studium soll der Umgang mit Kunst und den Phänomenen der visuellen Alltagskultur theoretisch fundiert werden und Eigenständigkeit und Sicherheit im Urteil erworben werden.

Das kunstdidaktische Studium soll in Theorien und Methoden des Kunstunterrichts und in die Geschichte des Faches einführen sowie eine eigene fachlich fundierte pädagogische Haltung entwickeln. Es befasst sich insbesondere mit der ästhetischen Praxis von Kindern und Jugendlichen und soll Verständnis für andere kulturelle Ausdrucksformen wecken.

Basisstudium

Das Basisstudium findet im 1. und 2. Semester gemeinsam mit den Studierenden der anderen Lehramtsstudiengänge und der Freien Kunst in der Basisklasse statt. Es wird mit der Präsentation einer eigenen künstlerischen Arbeit abgeschlossen. Über die Arbeit in der Basisklasse hinaus sind zwei Veranstaltungen in der Didaktik und der Fachwissenschaft verpflichtend sowie zwei Einführungskurse in den Werkstätten.

Inhalte

Ästhetische Praxis:
Entwicklung eines eigenen gestalterischen Arbeitsfeldes im Atelier der Basisklasse (Einzel- und Gruppenkorrektur)
Einführung in medienspezifische Arbeitsweisen und Techniken
Vorstellung und Diskussion aktueller künstlerischer Positionen
Einführungskurse in den Studienwerkstätten

Fachwissenschaft:
Einführung in kunstwissenschaftliches Arbeiten
Analyse und Interpretation von Kunstwerken
Geschichte der Kunst an ausgewählten Epochen

Fachdidaktik:
Methodische Reflexion künstlerisch-praktischer Arbeit
Einführung in Methoden der Auseinandersetzung mit Kunst und Alltagskultur
Einführung in Unterrichtsinhalte und -verfahren
Theorie und Geschichte des Kunstunterrichts

Hauptstudium

Im Hauptstudium, vom 3. bis 8. Semester, stellen die Studierenden dem Charakter des Fachs entsprechend selbstverantwortlich ihr Studienprogramm zusammen, indem sie aus dem Angebot der Studieninhalte (gemäß der Studienordnung) in allen drei Fachgebieten Veranstaltungen auswählen und dabei unter Berücksichtigung Schulform bezogener Aspekte Auswahl, Gewichtung und Reihenfolge bestimmen.

Das künstlerische Ziel des Hauptstudiums (4 Semester Atelier, 1 Semester Unterrichts bezogene Praxis) lässt sich zusammenfassend als reflektiertes künstlerisches Handeln beschreiben: künstlerisches Handeln integriert ästhetische Rationalität und Methodenbewusstsein, emotional kreative Prozesse sowie technisch-handwerkliche Verfahren. Dabei ist künstlerisches Handeln Bildung und Ausbildung zugleich.

Ziel des Hauptstudiums ist ebenso, aus der Fähigkeit eigenen künstlerischen Handelns kreative didaktische Möglichkeiten und Entscheidungen zu entwickeln. So beeinflusst und erweitert künstlerisches Arbeiten die eigene ästhetische Erfahrung und trainiert die Entwicklung kreativer Prozesse auch für den Unterricht. Fachliche Kompetenz ist also sowohl auf eigene künstlerische Praxis als auch auf Vermittlungsprozesse bezogen.

Inhalte

Ästhetische Praxis:
1. eigenständige künstlerische Arbeit (Einzel- und Gruppenkorrektur) sowie gestalterische/künstlerische Übungen in verschiedenen Medien: Zeichnung, Malerei, Skulptur, Objekt, Druckgrafik, Fotografie, Video, Theater/Aktion/Spiel im Bereich Kunst wie auch in den Bereichen Design, Architektur und Umweltgestaltung2. Schulorientierte Praxis
3. jeweils mindestens einen Einführungskurs in einer der Studienwerkstätten:
a) aus dem Werkstoff bezogenen Bereich: Holz, Keramik, Buch und
Papier, Metall, Kunststoff
b) aus dem grafischen Bereich: Typografie, Hochdruck, Tiefdruck,
Flachdruck, Siebdruck
c) aus dem Medienbereich: Fotografie, Film/Video, Computer

Fachwissenschaft:
Einblicke in die Kunst- und Kulturgeschichte von der Antike bis zur Gegenwart
ausgewählte Themen zu Kunst und Künstlern der Moderne und der Gegenwartskunst
Methoden des Umgangs mit Kunst und Kultur
Alltagsästhetik und Jugendkultur
Aspekte der Bezugswissenschaften Kunstpsychologie, -soziologie
sowie Wahrnehmungs- und Kreativitätstheorie

Fachdidaktik:
Didaktische Konzeptionen des Faches Kunst und ihre Geschichte
fachspezifische Unterrichtsinhalte und -verfahren
Praxis und Theorie der Kinderzeichnung, Ästhetik der Jugendkultur
Reflexion künstlerischer Arbeitsprozesse
Themen zentrierte und Aufgaben orientierte künstlerische Arbeit
Entwicklung, Erprobung und Reflexion von Unterrichtsmodellen in der Vorbereitung und Durchführung des Schulpraktikums.

Zeitlicher Umfang des gesamten Studiums

Das Studium umfasst insgesamt mindestens 124 Semesterwochenstunden, davon:
62 Semesterwochenstunden künstlerische Praxis,
10 Semesterwochenstunden Werkstattkurse,
18 Semesterwochenstunden Fachdidaktik,
34 Semesterwochenstunden Fachwissenschaft.


Leistungsnachweise

1 Leistungsschein für das Basisstudium,
(bestehend aus: je 2 Bescheinigungen von Veranstaltungen
der Ästhetischen Praxis, der Fachdidaktik und der Fachwissen-
schafft sowie 2 Werkstattkurs-Bescheinigungen),
3 Leistungsscheine Ästhetische Praxis,
davon 1 Leistungsschein Ästhetische Praxis in der Fachdidaktik,
2 Leistungsscheine Fachwissenschaft,
2 Leistungsschein Fachdidaktik,
1 Leistungsschein Wahlpflichtbereich
3 Werkstatt-Bescheinigungen,
1 Fachpraktikums-Bescheinigung,
1 Bescheinigung über 6 Exkursionstage,
1 Qualifikationsnachweis zur fachpraktischen Befähigung

Zwischenprüfung

Die Zwischenprüfung kann nach Abschluss des 4. Semesters abgelegt werden. Sie besteht aus:
1. dem Nachweis des erfolgreich abgeschlossenen Basisstudiums
2. je einem Leistungsnachweis in Fachpraxis, Fachwissenschaft und Fachdidaktik aus dem Hauptstudium
3. einer mündlichen Prüfung in Fachwissenschaft und Fachdidaktik (jeweils 20 Minuten).


Erstes Staatsexamen


Prüfungsbereiche

Fachwissenschaftliche Bereiche (Gruppe a)
1. kunstgeschichtliche Epochen bis zur Gegenwart
2. Methodenlehre der Kunstgeschichte
3. Kulturgeschichte, Alltagsästhetik und Jugendkultur
4. Bezugswissenschaften in ihren fachrelevanten Aspekten

Fachdidaktische Bereiche (Gruppe b)
1. fachdidaktische Konzeptionen und Geschichte des Faches
2. Ziele und Methoden des Kunstunterrichts
3. Kunstpädagogische Dimensionen ästhetischer Wahrnehmung und künstlerischer Praxis

Fachpraktische Bereiche (Gruppe c)
1. künstlerische Darstellungsformen und Techniken
2. Aktion und Spiel
3. Design, Architektur und Umweltgestaltung

Prüfungsanforderungen

Zugelassen wird, wer mindestens 8 Semester studiert hat, entsprechende Lehrveranstaltungen in allen drei Studienbereichen im Umfang der o. a. Semesterwochenstundenzahlen besucht hat sowie die o.a. Studien- und Leistungsnachweise vorweisen kann.

Prüfungsteile

Die Prüfung umfasst alle drei Studienbereiche und besteht aus:

1. der fachpraktischen Prüfung, die vor Antrag auf Zulassung zur 1.Staatsprüfung abgelegt werden muss und deren Bewertung in die Gesamtnote eingeht. Sie besteht aus zwei Prüfungen (jeweils bis zu 5 Arbeitstage) mit je einer Themenstellung aus zwei der drei fachpraktischen Prüfungsbereiche.

2. einer künstlerisch-praktischen oder wissenschaftlichen (aus den Bereichen Fachwissenschaft oder Fachdidaktik) Hausarbeit, die über die Zulassung zur Prüfung entscheidet und deren Bewertung in die Gesamtnote eingeht. Für die Hausarbeit stehen 12 Wochen zu Verfügung. Das Thema kann mit dem Prüfenden abgesprochen werden.

3. einer wissenschaftlichen Klausur (4 Zeitstunden) aus dem Bereich Fachwissenschaft oder Fachdidaktik.

4. einer mündlichen Prüfung (60 Min.) in Fachwissenschaft und Fachdidaktik nach Anlage 7 der geltenden Verordnung.

  22.07.2010

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