Der Treffpunkt für die Führungen des Rundgangs 2006 der Kunsthochschule Kassels, ist im Nordbau eingerichtet als Infopoint. Also machte ich mich pünktlich auf den Weg kam aber mit einiger Verspätung am Infopoint an, doch es war niemand da außer den Führerinnen und einer Freundin.
Wir warteten zusammen einige lange Minuten auf den riesigen Ansturm der interessierten Besucher, aber dieser blieb leider aus.
Damit aber nicht alles umsonst war, hier eine kleine Exklusivführung mit zwei kompetenten Führerinnen und 3 interessierten und befreundeten Zu-Führenden.
Nach einer netten Begrüßung ging es in die Keramikklasse. Auf den ersten Blick wirkte es wie ausgestorben, weil nur eine Frau da war, die auf interessierte Fragen wartete. Auf den zweiten Blick wusste man das symphatische Ambiente der Werkstatt durchaus zu schätzen.
Die nächste Station die Fotowand „Er gehört zu mir“. Ganz unverhofft begegneten wir hier dem diesjährigen Leiters des Rundgangs Herrn Prof. Bernhard Prinz. Nicht in persona sonder in der Installation als Bild festgehalten. Ein Schmunzeln auf Seiten aller und weiter mit der Begehung der Räumlichkeiten.
Nebenan Fotos von Häusern zu entdecken. Wie man uns erklärte eine Darstellung des Spießbürgertums. Die Gruppe bemerkte schnell die Ähnlichkeit mit den guten alten Legohäusern aus der Kindheit.
Auf der anderen Seite die Drehwand über das aktuelle Thema Studiengebühren. Ein interaktives Kunstwerk, dass der Besucher mitgestalten und sich über die Situation der Studenten informieren kann.
Zur rechten dann ein Raum, „nocturna“, alles zum Thema Nacht. Schnell in weiße Handschuhe geschlüpft und die Fotos angeschaut. Kurz darüber mit den Führerinnen diskutiert ob man sich hier gruseln solle.
Auf zur Nassrasur. Was? Produktdesign eben. Auch hier ein sympathischer Mensch, der nur darauf wartete Fragen gestellt zu bekommen.
Als nächstes passierten wir den Säulengang, wo zwei Kunstwissenschaftlerinnen eine Art separate Ausstellung montiert hatten. Das boot.camp zeigt ausgesuchte Werke von Künstlern der Hochschule, die die zwei Kuratorinnen für dieses Projekt ausgewählt hatten.
Die 100 Euro Häuser waren der nächste Punkt der Exklusiv Führung. Der kompetente Kommentar, dass man daran zweifle ob sie auch wasserresistent seien gab uns einen weiteren Einblick in das kleine Dörfchen.
Letzte Station der Führung die Rademacher Klasse. Deren Kunstwerke uns wieder einmal äußerst fachkundig mit den Worten „das finde ich voll schön“ vorgestellt wurden. Die kompetenten Führungskräfte hatten natürlich noch ein paar andere Informationen über die Werke parat als nur ihre Schönheit.
Alles in allem eine lustige Führung mit zwei Führerinnen, die wohl erleichtert waren dass nur Bekannte an der Führung teilnahmen auch wenn das geringe Interesse sehr schade ist, denn gut vorbereitet waren sie.
Bleibt also zu hoffen dass an den anderen Tagen mehr Interesse an diesem Angebot besteht, denn einen Einblick erhält man allemal.