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	<title>artefact</title>
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	<description>Ein weiteres tolles WordPress-Blog</description>
	<pubDate>Sat, 14 Jun 2008 07:51:50 +0000</pubDate>
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		<title>„auf keinen Fall weise oder leise, aber immer noch kämpferisch.</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Jun 2008 11:42:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anka Hellauer</dc:creator>
		
		<category>Allgemein</category>

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		<description><![CDATA[Rosa von Praunheim zu Besuch in der Kunsthochschule Kassel
Der Hörsaal ist gut gefüllt, Studenten und Professoren sitzen nebeneinander, draußen in der Karlsaue scheint die Sonne. Eine der ersten Fragen des Vortragenden ist passend dazu, warum man denn hier sei, bei dem schönen Wetter.
Heute, am 05. Juni 2008 war Rosa von Praunheim Gast, Vortragender und Performer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Rosa von Praunheim zu Besuch in der Kunsthochschule Kassel</p>
<p>Der Hörsaal ist gut gefüllt, Studenten und Professoren sitzen nebeneinander, draußen in der Karlsaue scheint die Sonne. Eine der ersten Fragen des Vortragenden ist passend dazu, warum man denn hier sei, bei dem schönen Wetter.<br />
Heute, am 05. Juni 2008 war Rosa von Praunheim Gast, Vortragender und Performer in der Kunsthochschule. Er, der die Schwulen- und Lesbenbewegung - nicht nur in Deutschland - prägte und über 60 Filme in 30 Jahren produzierte. Er, der sich politisch engagierte und solidarisierte mit verschiedenen Minderheiten. Er, der provozierte und aufklärte, der besonders vor Aids warnte und den Film &#8221;Ein Virus kennt keine Moral&#8221; über Aids machte. Wie zu erwarten, kein gewöhnlicher Film - Rosa von Praunheim zeigte heute in der Kunsthochschule  Ausschnitte -  sondern eine schwarze Komödie.<a id="more-112"></a><br />
Rosa von Praunheim stellte seinen neuen Film vor, der im Kasseler Filmladen, ab heute regelmäßig läuft. „Meine Mütter – Spurensuche in Riga&#8221; ist einer seiner wenigen deutlich autobiografischen Filme.<br />
Rosa von Praunheim, der 1942 in Lettland geboren wurde, erfuhr im Jahr 2000 von seiner Mutter, das er adoptiert wurde. Duch die Spurensuche entdeckt er vieles über seine leiblichen Eltern und seine Herkunft.<br />
Von seinem Leben erzählte er ein paar auserwählte Geschichten, immer mit der Nachfrage an das Publikum und einem stimmigen Filmausschnitt. Mit seinen Filmen versuchte er bewusst den Zeitgeist zu hinterfragen und die herrschende Moral zu brechen. Und auch heute wieder, im dunklen Hörsaal, zeigt er Szenen, die schockieren, wie z.B. der letzte Filmausschnitt in dem sich ein Mann seinen Penis abschneiden will und das scheinbar auch tut. Ein Raunen erfüllte darauf kurz den Hörsaal, aber mit einem auflockernden Kommentar beendete er die Performance und verändert das Raunen in einen Applaus.<br />
Und sind Studenten nicht genau die Richtigen für solche Filme und Vorträge?<br />
Rosa von Praunheims Worte anlässlich seines 65 jährigen Geburtstages im vergangenen Jahr 2007, er werde auf keinen Fall weise oder leise, aber immer noch kämpferisch passen vielleicht besser denn je. Gerade die aktuellen Diskussionen um das Homosexuellendenkmal zum Gedenken an die Unterdrückung und Grausamkeit gegenüber Homosexuellen in der Nazi-Zeit zeigen, dass seine öffentlichen Auftritte und Vorträge, genauso wie seine Provokationen notwendig sind, weil Vorurteile immer noch, nicht vorhanden, sondern vor allem öffentlich sind.<br />
Die heutige Performance überzeugte besonders durch seine unverhüllte, aber nicht kitschig dargestellte Botschaft, dass jeder seine Ideen des Lebens verwirklichen soll und sich dabei nicht von Anderen abbringen lassen darf. Nun, dass ist eine Botschaft - so profan sie klingen mag - die hier, an einer Kunsthochschule exakt passt.
</p>
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		<title>Eine neue Einkaufskultur</title>
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		<pubDate>Sat, 22 Dec 2007 14:22:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katharina Schwarz</dc:creator>
		
		<category>Allgemein</category>

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		<description><![CDATA[-Das Projekt “Galerie auf Zeit” in Kassel - 

Wundervoll gestaltete Keramiken, Bilder aus verschiedenen Genres, kunstvoll gestaltete Zeitschriften, wundervoll designter Schmuck, Kleinigkeiten wie Buttons, Postkarten und Blumenstecker - All dies ist derzeit in der “Galerie auf Zeit” in der Wilhelmsstraße 13 in Kassel zu bewundern und zu erwerben.
Bereits 1997 startete das Projekt &#8216;Galerie auf Zeit&#8217;, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div align="left"><font face="Arial, sans-serif">-Das Projekt “Galerie auf Zeit” in Kassel - </font></div>
<p align="center" style="margin-bottom: 0cm">
<p style="margin-bottom: 0cm"><font face="Arial, sans-serif">Wundervoll gestaltete Keramiken, Bilder aus verschiedenen Genres, kunstvoll gestaltete Zeitschriften, wundervoll designter Schmuck, Kleinigkeiten wie Buttons, Postkarten und Blumenstecker - All dies ist derzeit in der “Galerie auf Zeit” in der Wilhelmsstraße 13 in Kassel zu bewundern und zu erwerben.</font></p>
<p style="margin-bottom: 0cm"><font face="Arial, sans-serif">Bereits 1997 startete das Projekt &#8216;Galerie auf Zeit&#8217;, damals noch außerhalb von Kassels Innenstadt in einem kleinen Fachwerkhaus in Kassel-Waldau. Nun feiert dieses Projekt sein 10jähriges Bestehen, mit den auch heute noch aktiven Gründern; Udo Porsch, Initiator des Projektes und Designer, Christine Conrad, Keramikerin; Karin Bille, Designerin und Thanh-Lê Vothi-Riemann, Textildesignerin.</font></p>
<p style="margin-bottom: 0cm"><font face="Arial, sans-serif"><a id="more-110"></a>Wie auch die Jahre zuvor wurde der Ausstellungsort in Kassels Innenstadt verlegt um dort &#8216;Präsens&#8217; zu zeigen, wie Udo Porsch es ausdrückte. Nicht als normale Galerie oder als reiner Verkaufsladen versuchen sie so eine neue Einkaufskultur in der Vorweihnachtszeit zu etablieren und gleichzeitig Kassel&#8217;s Designern ein Forum zu bieten.</font></p>
<p style="margin-bottom: 0cm"><font face="Arial, sans-serif">Ausgestellt werden wie jedes Jahr Kunst aus den verschiedensten Richtungen. Von Schmuck bis Keramik, von Glas bis Holz wird in dem Ausstellungsraum alles nebeneinander ausgestellt und zeigt so die enorme Produktvielfalt der Ausstellung. Auch wenn einem von Anfang an die Gemeinsamkeit nicht klar ist, fällt sie dem einen oder andere beim Lesen der Vita der Künstler auf. Alle ausgestellten Künstler sind oder waren Studenten an der Kunsthochschule Kassel. Von bereits etablierten bis hin zu Künstler / Studenten, die noch in der Entstehungsphase ihres künstlerischen Ausdrucks sind.<br />
Die Auswahl wird von den Gründern getroffen. Sie sprechen aus eigener Initiative Künstler an, von denen sie gehört haben oder auch direkt Studenten von der Kunsthochschule Kassel, wenn sie deren Arbeiten zum Beispiel beim Rundgang ausgestellt sehen. Auch werden sie direkt über das Projekt angesprochen.</font></p>
<p style="margin-bottom: 0cm"><font face="Arial, sans-serif">So verhilft die “Galerie auf Zeit” den Künstlern nicht nur ihre Produkte zu präsentieren und verkaufen, sondern auch ein Stück weit sich einen Namen zu machen. Finanziert und gemanagt wird die Galerie von den Initiatoren und den Künstlern selber. Mit einer geringen Teilnahmegebühr und aktiver Mitarbeit konnte das Projekt so jedes Jahr wieder aufs neue realisiert werden.<br />
<font face="Arial, sans-serif">In dem Zusammenhang klagt Udo Porsch die mangelnde Möglichkeit für Kunststudenten und junge Designer an ihre Arbeiten zu präsentieren. Es gäbe einfach noch zu wenig. Vor 10 Jahren habe sich die Kunsthochschule noch bescheidener präsentiert. Und auch wenn es so Projekte wie das Stellwerk gibt, sollten Kassler Kunststudenten und Designer die Möglichkeit haben sich und ihre Arbeit noch mehr in der Stadt zu präsentieren. </font>Das positive Feedback auf die “Galerie auf Zeit” spricht für sich und auch für die Planung weiterer Projekte.</font></p>
<p style="margin-bottom: 0cm"><font face="Arial, sans-serif">So lange sind noch bis zum 12ten Dezember die Designstücke, Kunstwerke, Zeitschriften und Besonderheiten in der “Galerie auf Zeit” zu bewundern. Man kann sich an den Kunstwerken nur erfreuen oder auch kleinere und größere Sachen erwerben, wobei die Kleinigkeiten besonders hervorzuheben sind. So kann man kleine Heftchen mit Weihnachtsgedichten, innovative Postkarten oder auch so etwas wie Blumenstecker für den Garten erwerben. Alles natürlich einzigartig und von Kassel&#8217;s Designern hergestellt.</font></p>
<p style="margin-bottom: 0cm">
<p style="margin-bottom: 0cm"><font face="Arial, sans-serif">Öffnungszeiten:<br />
bis 24. Dez. 2007<br />
Montag bis Samstag von 11.00 – 19.00 Uhr<br />
Wilhelmsstraße 13 (neben Etuis Mertl)</font></p>
<p style="margin-bottom: 0cm">
<p style="margin-bottom: 0cm">
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		<title>Mehr Kommunikation, mehr Verantwortung und mehr Transparenz</title>
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		<pubDate>Thu, 13 Dec 2007 23:14:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva Linn</dc:creator>
		
		<category>Allgemein</category>

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		<description><![CDATA[Die Ankündigung aus der Überschrift sollte eigentlich die Vollversammlung der Kunsthochschule Kassel, diesen Dienstag, den 11.12.2007, zu einer wichtigen Entscheidung führen. Allerdings fehlten genau diese drei aufgelisteten Punkte in den Gemütern der Studierenden. Abgesehen von einem nahe zu kaum nennbaren Anteil an Studenten die sich verpflichtet fühlten über etwas Verantwortliches mitentscheiden zu können, fehlte die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Ankündigung aus der Überschrift sollte eigentlich die Vollversammlung der Kunsthochschule Kassel, diesen Dienstag, den 11.12.2007, zu einer wichtigen Entscheidung führen. Allerdings fehlten genau diese drei aufgelisteten Punkte in den Gemütern der Studierenden. Abgesehen von einem nahe zu kaum nennbaren Anteil an Studenten die sich verpflichtet fühlten über etwas Verantwortliches mitentscheiden zu können, fehlte die konstruktive Kommunikation zwischen den vereinzelten Verirrten im Hörsaal und der Gruppe die dazu einlud. Zu der Transparenz kam es letztendlich nur zwischen den Langaushaltenden die kein zweistündiges Ping-Pong Duell für einschläfernd hielten und bereit waren bei der Abstimmung ihre Meinung durch heben des Tennisarms zählen zulassen.<a id="more-109"></a><br />
Aber schreiben wir die Geschichte doch für die, die nicht anwesend seien konnten, von Beginn an.<br />
Aufgrund der neuen Regelung der Studiengebühren stehen der Kunsthochschule Kassel knapp 30 % der geldlichen Mittel zur, mehr oder weniger, freien Verfügung. Das keiner der hier Studierenden stolz auf diesen, noch nicht abgesicherten, gesetzlichen Beschluss der Hessischen Regierung ist, steht hoffentlich komplett außer Frage. Dennoch ist es wichtig zu überlegen was man, oder speziell die KHK mit diesen Beiträgen machen könnte.<br />
Für eine solche Menge an Möglichkeiten wurde eine so genannte AG gegründet, die sich den Kopf über diese Dinge zerbrochen hat, wie man mit der finanziellen Promotion einige Verbesserungen an der KHK durchsetzen kann.<br />
Wir sprechen hier von einem Betrag von ca. 150 € pro Student/in. Das sind 131.550 € auf die Anzahl der zur Zeit Studierenden der Kunsthochschule. Die Entscheidung was die Studentenschaft des Fachbereichs 20 mit diesem Geld anstellt, soll laut dem Präsidium der Kassler Universität bis Februar 2008 festgelegt werden. Somit wurde es mehr als Zeit einige Vorschläge dem eher negativ eingestellten Publikum vorzustellen.<br />
Die AG, bestehend aus Studenten/innen, Professoren/innen, und Hochschulangestellten/innen, stellte ihr Konzept vor, wurden allerdings regelrecht in der Aufwärmphase von gewissen Gegenstimmen auf vorgefallene Versäumnisse und Fehler durch einen Netzball fast disqualifiziert.<br />
Das diese Vollversammlung mit einer gewissen Vorbereitung und etliche freiwillig eingesetzten Arbeitsstunden zustande kam, war hierbei kaum von Bedeutung. Es prasselte ein direkter Schmetterball nach dem nächsten gegen die sieben-köpfige AG, die sich diese Arbeit machte.</p>
<p>Die Vorschläge die, die Gruppe ausgearbeitet hatte waren schlüssig und einfach formuliert. Das Mitspracherecht jedes Studierenden zeigte sich deutlich als Ziel in dem Modell einer Liste. In dieser Aufzählung geht es um wichtige Anschaffungen, Verbesserungen von Arbeitsplätzen, Kopien und Reader ohne Kosten, Möglichkeiten bessere und Kosten günstigere Exkursionen zu starten bis hin zur Verbesserung von den Öffnungszeiten der Cafeteria usw. Jeder Studierende der Kunsthochschule, also ca. eine Steigerung von 7/8 der eingetroffenen Versammelten, hat drei Stimmen mit dem er seine 150 € nach eigenem Belangen hier verteilen kann. Auf den ersten Blick eine mehr als befriedigende Auflistung an Dingen die das Leben an der Uni verbessern könnten. Doch kaum waren die Worte beendet zogen die nächsten dunklen Wolken über dem Platz auf.<br />
Die Vorstellung die Renovierung des Hörsaals vom unfreiwillig eingezahltem Geld selbst zu finanzieren brachte ein ungutes Gefühl mit zwei unterschiedlichen Stimmen ein. Zum ersten: Warum soll ich als Student dafür bezahlen wenn es die Sache der Uni ist, dafür Mittel zu fordern? Und was vielmehr noch eine wichtigere Frage ist: Wenn  die Studenten zustimmen, geben sie dann der Uni die Möglichkeit solche Dinge in Zukunft immer von ihrem Geld zu finanzieren?<br />
Ein weiterer Satz, nach kurzer Erholungspause, begann durch ein Ass der Gegenstimmen. Sie forderten jedem gemeldeten Studenten seine 150€ zurück zugeben. Aber was ist das für ein Deal? Jedes Semester 500€ an die Universität zahlen und Wochen später, mit einer Menge Büroaufwand, weniger als 1/3 wieder in die Hand zubekomme? Zumal es bis heute nicht sicher ist ob es rechtlich zu so einem Beschluss kommen wird. Schön dass das anscheinend in Karlsruhe funktioniert, allerdings kann man davon ausgehen das dort mehr als 750 Leute an dem hochgelobten und doch kläglich gescheitertem Boykott teilgenommen haben, wie in Kassel.</p>
<p>Diese Diskussion über das direkte Zurückzahlen oder die Liste, entwickelte sich relativ schnell zu einem Ballwechsel zwischen einem scheinbaren egoistischen und gemeinschaftlichen Entwurf. Leider gingen die Punkte, dass die Liste ein vorläufiger Entwurf ist und somit noch über Erweiterungen und Kürzungen verhandelbar wäre unter.<br />
Die Fans von dem Gegenspieler wurden immer lauter und blieben bei ihrem Wunsch der Auszahlung.<br />
Das nicht jeder Student, ein spannendes zweistündiges Match, aushält führte dazu dass der Hörsaal sich mehr und mehr leerte.<br />
Letztendlich kam es zu der Abstimmung zwischen der vorgeführten Liste und dem neu eingeführten Vorschlag des direkten Zurückzahlen. Die Liste gewann mit einer geringen Mehrzahl, was dem Tennisherz ein gewisses gemeinschaftliches Gefühl wiedergab.</p>
<p>Vielleicht schafft es die KHK ja mal unter die Oberflächlichkeit der oftmals dick aufgetragenen Interdisziplinarität zu tauchen. Vielleicht ist es ok und sogar gewollt das beispielsweise eine Student/in der Kunstwissenschaft gerne das Kreuz für eine Verbesserung des Digipools macht, auch wenn er/sie selber davon nichts hat.<br />
Verantwortung übernehmen, die Transparenz zwischen verschiedenen Studiengängen zu ermöglichen und das Wichtigste eine Kommunikation zuschaffen wären das Idealbild einer jeden Universität, vielleicht funktioniert es in Kassel durch die Studiengebühren Debatte.<br />
Obwohl die Hoffnung in vielen Gemütern der Studenten weiter keimt, dass die hessische Landesregierung die Studiengebühren als nicht rechtskräftig ansieht und alle die bitter bezahlten 500€ wiederbekommen, sollte man das Mitspracherecht sich nicht auflösen  und den sooft verurteilten Stillstand nicht erneut eintretten lassen. Das Geld was der KHK jetzt zur Vefügung steht muss gut genutzt werden in und für die Hochschule.<br />
Vielleicht ist es ja das erste und letzte Mal.
</p>
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		<title>Farbtrends</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Nov 2007 13:48:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ninja Walbers</dc:creator>
		
		<category>Allgemein</category>

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		<description><![CDATA[Ein Vortrag von visual-research
Trends: Was wir heute wollen, wussten Andere gestern. Sie sind überall, ob Mode, Autos, Handys, der schmucke iPot, die Chucks. Trends verändern sich, kommen aus der Mode, werden wieder entdeckt oder auch nicht. Und alle haben sie eins gemeinsam: die Farbe. Die Produkte können in Form und Material unterschiedlich sein, klein oder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Vortrag von visual-research</p>
<p>Trends: Was wir heute wollen, wussten Andere gestern. Sie sind überall, ob Mode, Autos, Handys, der schmucke iPot, die Chucks. Trends verändern sich, kommen aus der Mode, werden wieder entdeckt oder auch nicht. Und alle haben sie eins gemeinsam: die Farbe. Die Produkte können in Form und Material unterschiedlich sein, klein oder groß, von materiellem Wert oder als Werbung: Die Farbe sticht hervor und ist für manch ein Produkt die unverkennliche Identifikation. <a id="more-105"></a></p>
<p>In die Branche der Trendmacher gaben das Berliner Team Annette Bruns und Oliver Spies des Büros „Visual-search“ am Dienstag Abend, den 27.11., im Hörsaal der Khk einen Einblick.<br />
Sie suchen nach Trends, sie vergleichen und stellen neue Farben her. Kein einfacher Weg, denn keiner weiß mit hundertprozentiger Wahrscheinlichkeit, was ankommt. Die Voraussagen basieren auf Schätzungen. Diese entstehen aus Gesprächen mit verschiedenen Trendscouts aus unterschiedlichen Ländern in verschiedenen Städten. Die direkte Frage nach der eventuell kommenden Trendfarbe ist schwer zu beantworten, denn diese ist meisten aktuell und in der Branche der Trendsucher passé. Oliver Spies sprach jedoch von einem „Wechsel von Neugierde und Übersättigung“. Auffallend dabei ist, dass z.B. Designer oder Trendscouts trotz räumlicher Trennung bei persönlichen Farbschätzungen der kommenden Jahre in ähnliche Richtungen tendieren.<br />
Die Neuherstellung einer Farbe braucht mindestens zwei Jahre für die Produktion, bevor sie schließlich auf den Markt kommt, d.h. sie wird dem Händler vorgestellt, der diese in seine Produktion aufnimmt. Die Farbe durchläuft eine lange Strecke, in der einiges schief gehen kann. Entsteht hier eine Ölkrise, oder dort ein Krieg, ist eine geplante Farbe wie z.B. Tarngrün nicht mehr gefragt, obwohl sie geplant war und als zukünftige Trendfarbe galt. Ob Politik, Religion, Sport oder Kunst verschiedene Bereiche wirken auf das Aufkommen von Farben ein. So findet in Thailand Weiß keinen Absatz, denn sie gilt der Trauer, der Twingo weist bei den Autos die größte Vielfalt auf, Limousinen hingegen die wenigste. Vehement beeinflusst werden Trends jedoch durch Filme. „Kill Bill“ kam in die Kinos und die Farbe Gelb war erwacht. „Matrix“ glänzte in Neongrün und Lackfarbe und katapultierte diese auf den Markt. Aktuell gelten für Möbel naturbetonende Lacke, die Farbleiste bis 2010 für Mode zeigt dunklere Farben an und die New Yorker Szene feiert leuchtende lichtsammelnde und chromscheinende Oberflächen, bevorzugt an Fahrrädern wie Fixies.<br />
Zurück aber noch einmal zu den Suchenden und Machenden. Diese schauen sich auf Messen um, beobachten das Design von neueröffnenden Läden sowie Cafés oder in der Öffentlichkeit stehenden Büros und die Undergroundszene. Gerade hier finden sie neue Farbbewegungen, denn die Bereiche im Umgang mit Graffiti, Skateboards und Surfbrettern sind extrem experimentierfreudig. Der Endverbraucher wartet hingegen auf das Serienprodukt. Für diese, aber auch für andere, stellen das Büro von Annette Bruns und Oliver Spies neue Farben her, geben ihnen Namen und verkaufen sie an die Industrie, an Designer und an Künstler.<br />
Ein gut gestalteter und lohnender Vortrag, der begeistert verfolgt wurde und tiefe Einblicke in ein spannendes Thema, das uns alle beeinflusst, geben konnte.
</p>
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		<title>Zwei Seiten</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Nov 2007 20:27:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva Linn</dc:creator>
		
		<category>Allgemein</category>

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		<description><![CDATA[Tausch von Klassen
Es gibt von jedem Ding von jeder Meinung und von jeder Theorie mindestens zwei Seiten von der man sie betrachten kann. Diese Zweiseitigkeit machten sich die Klassen Radermacher, Bildende Kunst und Ott und Stein, Visuelle Kommunikation am 20. November als Thema zu ihrem Atelierbesuch.
Die Freunde und Förderer des Förderkreis der Kunsthochschule bekamen in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Tausch von Klassen</p>
<p>Es gibt von jedem Ding von jeder Meinung und von jeder Theorie mindestens zwei Seiten von der man sie betrachten kann. Diese Zweiseitigkeit machten sich die Klassen Radermacher, Bildende Kunst und Ott und Stein, Visuelle Kommunikation am 20. November als Thema zu ihrem Atelierbesuch.<br />
Die Freunde und Förderer des Förderkreis der Kunsthochschule bekamen in den jeweiligen Klassen eine Veranstaltung der anderen Art zusehen. Stellvertretend für die Bildende Kunst stellten in den Räumen von Ott und Stein Niels Hertel, Janna Rakowski und Kerstin Neunes ihre neusten Projekte vor.<a id="more-107"></a><br />
Die Reduzierung der Studierenden aus diesem Fachbereich lieferte neben dem Sektempfang eine ruhige und übersichtliche Atmosphäre.</p>
<p>Die sechs aufgebauten Autoreifen vor einem überdimensionalen Spiegel lieferten den Betrachtern auf den ersten Blick eine Formation der Objekte vor, sowie in dem Spiegel. Diese zwei Seiten die sich an der Achse zur realen Welt trafen bildeten aus einem Dreieck eine Raute und brachten der Wahrnehmung eine Verbindung von zwei Seiten der Sichtbarkeit nahe.<br />
Auf den zweiten Blick entdeckte man ein weiteres eingebautes Beobchtungssspiel. Die sichtbare Seite der Reifen in dem Spiegel zeigten die Autoreifen so wie sie jeder von uns kennt, die Seite aber in der realen Welt war nicht mit herkömmlichen Felgen gefüllt, sondern mit weiteren Spiegeln. Was den Betrachter zu einem interaktiven Bestandteil der Arbeit machte. Durch unterschiedliche Blickpunkte auf diese formal ästhetische Arbeit entwickelten sich immer wieder neue Achsen, Punkte, Spiegelungen und Seiten.<br />
Der Spiegel ist eines der meist genutzten Materialien in Hertels Arbeiten. Der Student bezieht die reflektierende Oberfläche meist auf die Ortsbeschaffenheit mit ein und spielt so in und mit den Räumlichkeiten. Sowie mit den sichtbaren und hier veränderlichen Inhalten der Spiegel.</p>
<p>Janna Rakowski zeigte einen alltäglichen Gegenstand, der aufgrund der Entwicklung der elektrischen Kommunikation schon fast selten erscheint. Die Studentin sucht nach Geschichten und Biographischen Spuren auf Postkarten. Die zwei Seiten einer solchen Art von Kommunikation offenbarte sie, indem sie die verbildlichte, hochglanz, leicht vergilbte Seite der Karte dem Betrachter vorführt und die, meist weiß mit handbeschriebenen Spuren bedeckte Seite, unsichtbar macht. Das Format von Bild und Text führte Janna Rakowski aber wieder zusammen indem sie einen gewissen Teil dieser Intimität des Geschriebenen sichtbar für den Betrachter hervorholt. Durch ausgeschnittene Textfragmente gelingt ihr dieser Schritt und die Karte bekommt eine vollkommende andere Bedeutung und Zuordnung. Die Vertrautheit, die ein Autor auf einer Karte zurücklässt nimmt sie als Kommentar oder Titel für die auserwählte Karte.</p>
<p>Die dritte Arbeit der Bildenden Kunst war eine Performance von vier Kommilitoninnen der Studentin Kerstin Neunes. In dieser anderen Aufführungen zeigte die ehemals Produktdesign Studentin eine neue Art und Weise von der Bearbeitung von Stoffen zu Kleidungsstücken. Eine junge Frau wird ausgezogen und durch diese Häutung zeigt sich jedes mal eine neue Verhüllung ihre Körpers, eine andere Verkleidung und somit eine neue stoffliche Veränderung, die Neunes in ihren entworfenen Kleidern durch Farbe und unterschiedliche Verbindungen verdeutlicht. Das Zusammenspiel der Bereiche Textildesign und Bildende Kunst zeigen eine weitere Achse von zwei Seiten und die interdisziplinären Möglichkeiten der Kunsthochschule Kassel.</p>
<p>Nach der Vorstellung von der Bildenden Kunst in einer White Cube ähnlichen Räumlichkeit, folgten die Präsentationen der Visuellen Kommunikation in der Radermacher Klasse, ähnlich einem klassischen Atelierbesuch.<br />
Diese zwei Seiten, die eher selten in einem Raum zusammentreffen, spielten aber ihre  eigene harmonische Komposition.<br />
Ein Atelier mit künstlerischem Arbeitsmaterial, als ob gerade der letzte Student seinen noch nassen Pinsel, in das Marmeladenglas steckte, gegen die anders wirkenden, visuellen Darbietungen mehrerer Projekte aus dem medialen Bereich. Die Vorstellung von z.B. den Arbeiten zu dem Thema „Kein Mensch ist illegal“ wirkten auf die Betrachter, durch den neuen Raum, aber nicht weniger ansprechend.<br />
Die Zweiseitigkeit wurde durch diese, für viele eine neue, Art und Weise der Präsentation deutlich gemacht, aber dennoch war die Verbindung der unterschiedlichen Fachbereiche nicht übersehbar.<br />
Der Tausch der Klassen und somit auch der temporären Ausstellungsflächen, war eine mehr als gelungene Idee, mehrere Blickwinkel den Freunden des Förderkreises in die Kunsthochschule Kassels zu zeigen.</p>
<p><img id="image106" alt="6reifen1.jpg" src="http://www.kunsthochschule-kassel.de/artefact/07_artefact/wp-content/uploads/2007/11/6reifen1.thumbnail.jpg" /> <img alt="6reifen10.jpg" id="image108" src="http://www.kunsthochschule-kassel.de/artefact/07_artefact/wp-content/uploads/2007/11/6reifen10.thumbnail.jpg" />
</p>
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		<title>Monitoring</title>
		<link>http://www.kunsthochschule-kassel.de/artefact/07_artefact/?p=103</link>
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		<pubDate>Wed, 21 Nov 2007 12:06:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ninja Walbers</dc:creator>
		
		<category>Allgemein</category>

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		<description><![CDATA[Sehen und Erleben
Auch auf dem 24. Film- und Videofestival in Kassel bespielte die Ausstellung „Monitoring“ den Südflügel und das Stellwerk des Kulturbahnhofs.
Die 16 raumgreifenden Installationen forderten nicht nur zum Sehen, sondern auch zum Erleben auf und weckten den Spieltrieb und das Erforschen der Installationen und Themen. Die Ausstellung prahlte nicht durch Masse, sondern strahlte durch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sehen und Erleben</p>
<p>Auch auf dem 24. Film- und Videofestival in Kassel bespielte die Ausstellung „Monitoring“ den Südflügel und das Stellwerk des Kulturbahnhofs.<br />
Die 16 raumgreifenden Installationen forderten nicht nur zum Sehen, sondern auch zum Erleben auf und weckten den Spieltrieb und das Erforschen der Installationen und Themen. Die Ausstellung prahlte nicht durch Masse, sondern strahlte durch die Präsentation ihrer Werke.<a id="more-103"></a> Dualitäten stachen hervor, die man in einzelnen Werken fand: Politik, Spiel, Natur, Virtualität, Körperlichkeit und Zweidimensionalität. Jede Installation bekam auf den zwei Etagen ihren benötigten Platz und Raum. Es war eine recht stille Präsentation, die dazu aufforderte, sich den Arbeiten mit Ruhe zu nähern - eine Vorgehensweise, die wir durch den Umgang mit neuen Medien nicht mehr gewöhnt sind. Die abgedunkelten Räume erzeugte eine atmosphärische Stimmung, in der man sich Zeit nehmen konnte. Losgelöst von den Tagesinformationen betrachtete man politische Themen, deren man oft schon überdrüssig geworden war. Die Werke stellten diese aber in ein neues Licht und thematisierten teils von den Tagesmedien verschwiegene Informationen. So wurde die Installation „Zone*Interdite“ von Christoph Wachter und Mathias Jud von der Jury lobend erwähnt. Die Künstler simulierten militärische Sperrzonen wie zum Beispiel das Gefangenenlager Guantanamo Bay nach und ermöglichten dem Besucher oder User mittels Joystick eine neue Erfahrungsebene zu betreten. Eine Aufklärungsarbei,t die durch aktives Erleben vermittelt und den Betrachter nicht bloß mit Informationen speist.<br />
Einen spielerischen Zugang ermöglichten auch Marcus Charles Bransch und Uli Goll in der 3D-Animation „Kaskade“. Hier bewegte man sich ausgerüstet mit 3D-Brille und Controller durch eine Natur- und Fabriklandschaft. Diese konkurrierten miteinander und wuchsen immer neu aus dem Boden. Die ausgefeilten Playstation- und Computerspiele lassen diese Animation fast trivial erscheinen; jedoch verlor man für einen Moment den Realitätsbezug und befand sich in dieser anderen Welt.<br />
Keinesfalls war die Ausstellung aber einseitig und beschäftigte sich nur auf einen Themenkomplex. Sie variierte zwischen Realität, Fiktion und Phantasie. Das Letztere betrifft unter anderem die Rauminstallation „spin“ der  Künstlerinnen Brenda Goldstein und Alissa Firth-Eagland. Der Raum wurde mit von der Decke herunterhängenden entlaubten Bäumen und roten Fäden unterteilt und versetzte den Besucher in eine romantisch anmutende Stimmung, welche sich in den drei Projektionen widerspiegelte. Aufgeladen mit einer starken Symbolik setzte der dreiteilige Film Assoziationen zu den Parzen, dem Lebensfaden und Märchenwelten frei. Die Distanz zwischen Film und Realität wurde fast aufgehoben.<br />
Um alltägliche, uns fast nicht mehr bewusste Situationen ging es hingegen Erik Olofsen in seiner Videoinstallation „Public Figures“ für die er den „Golden Cube“ erhielt. Eine menschenbesetzte Szene an einer Metrostation, an der die Kamera langsam vorbeizieht und den schnellen Moment in die Länge zieht und unrealistisch erscheinen lässt. Ein Ort voller Lärm und Unruhe versetzt in konzentrierte Stille, der wir unsere volle Aufmerksamkeit widmen. Diese beanspruchte der Student Christian Klotz auf ganz andere Weise. Wie schon auf dem diesjährigen Rundgang der Kunsthochschule Kassel stellte er seine Handyspiele aus bzw. spielte mit den Besuchern. Distanzen und Berührungsängste sollten trotz Handy überwunden und soziale Interaktionen gefördert werden. Sympathisch ist dabei, dass der Künstler auf diese Weise persönlich mit dem Besucher kommunizierte und ihm seine Arbeit näher brachte.</p>
<p>Durch die ganze Ausstellung hindurch begegnete man bekannten Situationen, Gegenständen und Informationen, die hier aber in einem neuen Licht erschienen. Das Handy nicht nur zum Kommunizieren, sondern auch Interagieren, ein Spaziergang durch unbekannte, beängstigende, in den Medien dargebotene Gebiete, eine stille Durchgangsstation auf dem Weg zu einem noch nicht erreichten Ziel. Das Ziel sei auch hier noch nicht erreicht, würden alle 16 Exponate erklärt werden. Die eine Woche ist fast zu kurz für die Präsentation der Werke, aber nächstes Jahr haben all diejenigen, die die diesjährige Ausstellung nicht besuchen konnten, wieder die Möglichkeit, eine hoffentlich genauso gute Ausstellung zu besichtigen.
</p>
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		<title>„Ich bin doch keine Mörderin“</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Nov 2007 09:28:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Kruse</dc:creator>
		
		<category>Allgemein</category>

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		<description><![CDATA[Der Caterina Woj Film beim Kasseler Dokfest
Als der „Fall Dennis“ beherrschte das Schicksal von Angelika Bittner und deren Sohn Dennis im Jahre 2004 über Monate die Schlagzeilen der deutschen Presse. Die zehnfache Mutter hatte ihren kleinen Sohn so lange vernachlässigt, bis er schließlich an Unterernährung starb.
Der am 14.11., anlässlich des diesjährigen Dokfestes im Filmladen, gezeigte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Caterina Woj Film beim Kasseler Dokfest<br />
Als der „Fall Dennis“ beherrschte das Schicksal von Angelika Bittner und deren Sohn Dennis im Jahre 2004 über Monate die Schlagzeilen der deutschen Presse. Die zehnfache Mutter hatte ihren kleinen Sohn so lange vernachlässigt, bis er schließlich an Unterernährung starb.<br />
Der am 14.11., anlässlich des diesjährigen Dokfestes im Filmladen, gezeigte Film von Caterina Woj beschäftigt sich nun mit eben diesem brisanten Todesfall, der einen Aufschrei des Entsetzens durch das sonst so abgebrühte Deutschland gehen und immer wieder die eine Frage, nämlich jene nach der Schuld, aufkommen ließ.<a id="more-99"></a><br />
Auch Caterina Woj setzt sich in ihrem Werk mit der Frage von Schuld und Unschuld auseinander. Doch geht sie dabei weder reißerisch vor, noch finden populistische Fragen und blanke Schuldzuweisungen oder gar Vorwürfe in ihrem Dokumentarfilm eine Plattform. Vielmehr interessieren sie die Menschen hinter der Tragödie, und anhand von Interviews versucht sie das Geschehen von einem ganz anderen Gesichtspunkt aus aufzurollen. Caterina Woj lässt die vermeintlichen Mördereltern zu Wort kommen und bietet Angelika Bittner die Möglichkeit zum Reden. Eine Möglichkeit, die ihr in ihrem Leben wohl nie gegeben wurde, was sich nun an dem Fragmentcharakter ihrer Aussagen offenbart. Die Interviewsequenzen, die sich nicht nur um den „Fall Dennis“ an sich drehen, sondern auch Teile der Bittnerschen Lebensgeschichte thematisieren, sind in Wojs Film durch eingeblendete Textpassagen unterbrochen, die neben Expertenaussagen und Ausschnitten aus Gerichtsakten auch Zitate der Familie Bittner wiedergeben. An dieser Stelle kommt auch der im Interview sonst so schweigsame Vater zu Wort.<br />
Durch unmittelbare Großaufnahmen der Befragten und Aufnahmen der Szenerie, in der das Interview stattfindet und die so manches Mal an die kalten und gefühlsleeren Bilder Hoppers erinnert, hat der Betrachter einen ganz unmittelbaren und fast distanzlosen Zugang, der ihn bei aller Behutsamkeit erschrecken lässt.<br />
In dem Dokumentarfilm begegnet man nicht dem so viel beschrieenen Monster der Mördermutter, die ihr totes Kind zwei Jahre in der Kühltruhe der Wohnung versteckte, sondern einer gebrochenen Frau. Angelika Bittner weiß sich kaum über die Geschehnisse zu äußern. Sequenzweise fehlen ihr die Worte. Doch gleichermaßen empfindet der Betrachter, wenn auch unfreiwillig, Mitleid mit der Frau, die das eigentliche Ausmaß ihrer Tat selber wohl nicht verstehen kann. Man hat den Eindruck, als verstehe sie, die über Jahre jede Form des Hilfeangebots der Ämter abgelehnt und nicht wahrgenommen hat, überhaupt nicht, wie es soweit kommen konnte. Der Zuschauer sieht sich mit der Frage konfrontiert, inwieweit der „Fall Dennis“ vielleicht auch eine Frage nach der sozialen Moral darstellt, inwieweit eklatante Probleme in Familien von der Öffentlichkeit, sei es eine amtliche oder eine private, überhaupt wahrgenommen werden.<br />
Von dem alkoholsüchtigen straffälligen Mann mit ihren Problemen allein gelassen und mit den Aufgaben des täglichen Lebens hoffnungslos überfordert, greift Angelika Bittner selber zur Flasche. Aus ihren Äußerungen wird deutlich, dass sie sich schon vor dem Tod ihres Sohnes ihrer Überforederung und dem Unvermögen etwas an der Situation zu ändern, bewusst war.<br />
Caterina Woj zeigt uns einen Menschen, dessen Trauer und Verzweiflung echt zu sein scheinen, dessen Gebrochenheit uns mitleidig sein lässt, dessen Schuld durch die eigene Handlungsunfähigkeit und Stagnation uns aber auch zutiefst erschüttert.<br />
Doch erschrocken ist man nicht nur von der Mutter: Vielmehr rückt auch der Vater in das Interessenfeld des Betrachters. Der Mann erscheint, im Gegensatz zu seiner Frau, nicht gebrochen sondern vielmehr teilnahmslos und gleichgültig. So hat man nicht nur den Eindruck, als ließe der Mann weder einen Menschen, noch das Geschehen selber an sich heran. Vielmehr weist er jede Schuld von sich. Er selber habe seine Kinder immer geliebt und sich um sie gekümmert, sagt er. Doch fällt dem kaum mehr objektiven Zuschauer schwer ihm dieses zu glauben. Hat doch die Kindsmutter ihm zwei Jahre vormachen können, sein Sohn befinde sich im Krankenhaus. Auf das behutsame Fragen Wojs in Bezug auf die Geschehnisse des Todestages von Dennis weiß er, der während der Aufnahmen mehr rauchend aus dem Fenster schaut oder in dem kahlen Wohnzimmer suchend umher blickt, sich mehr an die Ereignisse einer Weihnachtsfeier als an sein Kind zu erinnern.<br />
Eine Antwort auf die vieldiskutierte Frage nach der Schuld, oder ob Angelika Bittner wirklich eine Mörderin oder zu einem gewissen Grad auch selber Opfer ihrer Umwelt ist, hat die Filmemacherin Caterine Woj auch nicht. Vielmehr ist ihr Film auf eine sehr behutsame Weise auch eine Milieustudie, welches zwar nicht als Rechtfertigung, ein Stückweit aber vielleicht als Ursache betrachtet werden kann.<br />
Die „Mörderin“ Bittner und vor allem auch ihr Mann scheinen gelähmt, mit der schrecklichen Situation, den Tod des eigenen Kindes fahrlässig verursacht zu haben, umzugehen. Gleichermaßen stehen sie aber auch gelähmt dem Leben gegenüber, dessen Realitäten sie schon vor Ewigkeiten verloren zu haben scheinen. Allgegenwärtig ist somit eine bleierne Schwere, die nicht nur den Film von Caterina Woj dominiert, sondern sich auch auf das betroffene Publikum legt und es fast genauso hilflos dem „Fall Dennis“ gegenüber stehen lässt wie die eigentlich „Schuldigen“. Stellt Angelika Bittner die These auf: „Ich bin doch keine Mörderin“, müsste das betroffene Publikum stellvertretend für die Gesellschaft und in Bezug auf die Frage nach Schuld und Unschuld feststellen: „Ich bin doch ein Mörder“.
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		<title>Menschliche Abhängigkeitsvariationen:</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Nov 2007 09:18:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Kruse</dc:creator>
		
		<category>Allgemein</category>

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		<description><![CDATA[„An deiner Seite“
Am Mittwochabend zeigte das Bali-Kino anlässlich des 24. Kasseler Dok-Festes mit „An deiner Seite“ ein Konglomerat aus verschiedenen Kurzfilmen, deren individuelle Einzelteile von verschiedenen Künstlern sich dadurch zu einem Ganzen einten, indem sie alle von demselben Themenkomplex handelten:
In jedem der einzelnen Episoden ging es um das komplexe Geflecht von Beziehungskonstellationen. Im Blickfeld der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„An deiner Seite“</p>
<p>Am Mittwochabend zeigte das Bali-Kino anlässlich des 24. Kasseler Dok-Festes mit „An deiner Seite“ ein Konglomerat aus verschiedenen Kurzfilmen, deren individuelle Einzelteile von verschiedenen Künstlern sich dadurch zu einem Ganzen einten, indem sie alle von demselben Themenkomplex handelten:<br />
In jedem der einzelnen Episoden ging es um das komplexe Geflecht von Beziehungskonstellationen. Im Blickfeld der künstlerischen Arbeiten standen jedoch nicht Beziehungen von Menschen im eigentlichen, partnerschaftlichen Sinne. Vielmehr rückte das Hauptaugenmerk der Arbeiten auf das Verhältnis von Abhängigkeiten und die Tatsache sich freiwillig für einen Menschen einzusetzen, jemanden „an der Seite zu haben“ oder „an der Seite“ eines anderen zu agieren.<a id="more-98"></a><br />
In einem gewissen Wechselverhältnis stehen vor allem die beiden ersten Filme. „Mammal“ von Astrid Rieger und „Die letzten Tage des Sommers“ von Klaas Dierks. Beide Arbeiten befassen sich mit dem Beziehungskonstrukt Mutter und Sohn. Doch während der Film von Rieger den Individuationsprozess des Erwachsenen und doch stark abhängigen Sohnes verdeutlicht, zeigt Dierks genau die Wechselseite auf, die alternde und mit dem Hausverkauf hoffnungslos überforderte Mutter, für die nun der erwachsene Sohn handeln muss.<br />
Besonders eindringlich wird ein nur bedingtes Abhängigkeitsverhältnis in „Ein kurzer Film über das Lachen“ dargestellt. Die Bewohner eines Altenheims werden einmal in der Woche von einem Clownduo besucht und unterhalten. Im gewissen Sinne sind also die Freuden und das Lachen der alten Menschen von diesen kurzen Besuchen abhängig.<br />
Während der oben genannte Film von Denis D. Lüthi und Nuria Gómez Garrido eine sehr poetische Sprache hat, die durch melodische Untermalung und sanfte Schwarz-Weiß-Formulierungen unterstützt wird, geht „Easy Rider“ von Pilvi Takala weitaus humoristischer vor. Die Episode spielt in einer Straßenbahn, in  der ein junger Mann einen Mitfahrenden um einen abstrusen Gefallen bittet. Indem der Helfende seinem Gegenüber, den er vorher nicht kannte, nicht nur sein Notebook, sondern auch noch seinen Anzug leiht, um den in Not geratenen zu helfen, befinden sich die beiden Akteure in einem wechselseitigen Abhängigkeitsverhältnis. So ist der eine nicht nur von der Hilfsbereitschaft des anderen abhängig, sondern dieser auch in seinem Vertrauen in die Ehrlichkeit des anderen.<br />
Während sich die einzelnen Arbeiten inhaltlich mit dem Wechselspiel von Beziehungen und Abhängigkeitsverhältnissen befassen, stehen sie auch rein formal betrachtet in einem steten Wechselverhältnis. Zwar sind alle Werke als individuelle Einzelarbeiten zu betrachten, doch stehen sie ebenso wie die Beziehungskonstellationen, die sie jede für sich thematisieren, in einem Wechselverhältnis. Was die eine Arbeit darstellt, greift die andere aus einem anderen Blickwinkel und in einer anderen Variation wieder auf. Der Begriff „An deiner Seite“ wird immer wieder neu variiert und mit immer wieder wechselnden Bedeutungen angereichert.<br />
So haben alle Filme eines gemeinsam: Es geht vor allem um die Wechselseitigkeit von Beziehungen und Abhängigkeitsverhältnissen und vor allem darum, dass nichts kongruent bleibt.
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		<title>Kreatives Kunsthandwerk</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Nov 2007 09:19:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katharina Schwarz</dc:creator>
		
		<category>Allgemein</category>

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		<description><![CDATA[- Der Kunsthandwerkermarkt im Kulturbahnhof in Kassel -
Am Samstag, den 3. und Sonntag, den 4. November 2007 feierte der Kasseler Kunsthandwerkermarkt sein zehnjähriges bestehen. Einzigartige Keramiken, Schmuck, Textil- und Möbeldesign, handgearbeitete Schuhe, Grafiken und Skulpturen waren auch dieses Jahr wieder auf den zwei Etagen im Südflügel des KulturBahnhofes zu bewundern und erwerben.
Unter dem Namen Kunsthandwerk [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>- Der Kunsthandwerkermarkt im Kulturbahnhof in Kassel -<br />
Am Samstag, den 3. und Sonntag, den 4. November 2007 feierte der Kasseler Kunsthandwerkermarkt sein zehnjähriges bestehen. Einzigartige Keramiken, Schmuck, Textil- und Möbeldesign, handgearbeitete Schuhe, Grafiken und Skulpturen waren auch dieses Jahr wieder auf den zwei Etagen im Südflügel des KulturBahnhofes zu bewundern und erwerben.<a id="more-97"></a></p>
<p>Unter dem Namen Kunsthandwerk verbergen sich viele Eventualitäten angefangen vom Handel bis zu Omas gestrickten Topflappen hin zu den Werkstätten der künstlerischen Kunsthandwerker. Im Kasseler Kunsthandwerkermarkt kann man jedes Jahr erlesenes Kunsthandwerk bestaunen und hinter die Kulissen vieler Werkstätten schauen. Jeder Stand spricht für sich. Witzige Keramiken, edler Schmuck, Textilwerkstätten mit kreativer Mode und Buchbindearbeiten vom Feinsten. Eine ausgewogene Auswahl verschiedener Gewerbe.<br />
Von Stand zu Stand immer etwas Neues. War man noch eben an dem reichlich dekorierten Schmuckstand eines Kunsthandwerkers, der nach eigenen Ideen und Bildern seinen Schmuck aus Opalen, Lapislazuli, Brillanten, Korallen und verschiedenen anderen Edelsteine kreeirt, kommt man im nächsten Moment an einen bunten Stand mit Kindermoden, die nicht nur mit innovativem sondern auch humorvollem Design aufwartet.</p>
<p>Es gibt bei diesem Markt keine Handelsware, darauf legen die Veranstalterrinnen   Christine Weiss (Hüte), Martina Neumann-Bayer (Seide) und Evelyn Berndt-Roja, Kassel (Atelier für Textil Design) Wert und das merkt man auch. Um die achtzig erstklassige Kunsthandwerker haben hier im Kulturbahnhof ein Forum gefunden sich wirkungsvoll zu präsentieren und den Besuchern einen Eindruck ihres Handwerks zu vermitteln. Der Markt ist gut besucht, und es wird viel gekauft.<br />
Es ist sogar möglich pünktlich zu Weihnachten Einzelanfertigungen in Auftrag zu geben.</p>
<p>Das Fazit des Besuches des diesjährigen Kunsthandwerkermarktes fällt eindeutig positiv aus. Es wurde wieder einmal Kunsthandwerk vom Feinsten präsentiert, und die Stimmung ähnelte der einer Galerie. Es gab vieles zum Schauen, man konnte Leute Kennen lernen und natürlich auch wunderbar Einkaufen.
</p>
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		<title>Von Identität, Identifikation, der Technik und dem Menschen</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Oct 2007 19:23:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katharina Schwarz</dc:creator>
		
		<category>Allgemein</category>

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		<description><![CDATA[Die Ausstellung „einmalig-01100110“ von Julia-Cleo Miketiuk
Am 28. und 29. Oktober 2007 fand eine philosophisch angehauchte Ausstellung statt. Es war die Rede von Identität, Technik, menschlichen Merkmalen, Identifikation. Alles verarbeitet in der Abschlussarbeit, dem Video „einmalig - 01100110“ der Kasseler Lehramtstudentin Julia-Cleo Miketiuk.
Letzten Sonntag fand um 19 Uhr die Eröffnung der Ausstellung in dem kleinen Raum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Ausstellung „einmalig-01100110“ von Julia-Cleo Miketiuk</p>
<p>Am 28. und 29. Oktober 2007 fand eine philosophisch angehauchte Ausstellung statt. Es war die Rede von Identität, Technik, menschlichen Merkmalen, Identifikation. Alles verarbeitet in der Abschlussarbeit, dem Video „einmalig - 01100110“ der Kasseler Lehramtstudentin Julia-Cleo Miketiuk.<a id="more-96"></a></p>
<p>Letzten Sonntag fand um 19 Uhr die Eröffnung der Ausstellung in dem kleinen Raum im Kulturbahnhof, dem Stellwerk statt. Die Künstlerin persönlich empfing die Besucher zu ihrer Vernissage und nahm sogleich einen Fingerabdruck, den sie anschließend in einen Karteikasten einordnete. Am Ende des Vorgangs stempelte sie dem erstaunten Besucher ihren eigenen Fingerabdruck auf die Handfläche. Eine Art Austausch von Identität?<br />
Direkt im Zusammenhang stand diese kleine Aktion mit dem Video, ihrer eigentlichen Arbeit. Mit Ton und Bild fand man nach anfänglicher Verwirrung langsam einen Einstieg in die Überlegungen und Thematiken der Künstlerin.</p>
<p>Im Video werden Nahaufnahmen von Augen eingeblendet. Jeweils wird ein Auge nach dem Anderen gezeigt und man wird dazu verleitet sich die Frage zu stellen, ob man die zu den Augen gehörigen Menschen kennt. Ein vergeblicher Versuch, betitelt doch die Künstlerin selber die Menschen hinter den Augen als &#8216;anonyme Identitätsspender&#8217;.<br />
Auch wird der Betrachter mit dem medizinischen Bild von DNA konfrontiert und hört dazu einen Text, hört Worte wie Rebonukliinsäure und DNA-Strang. Vorgelesen wird der gestückelte wissenschaftliche Text von verschiedenen Stimmen. Er ist das Ergebnis der Recherche über DNA der Künstlerin, von ihr selber verfasst. Auch sie ist eine der Stimmen. Zusätzlich fallen Worte aus der Tagesschau, aus dem Kontext herausgerissen. Die Sprache ist von Überwachung, Kontrolle und man denkt sofort an die derzeitige Diskussion über die Überwachung im Internet und den Bundestrojaner.<br />
Fingerabdrücke spielen in dem Zusammenhang ebenfalls eine Rolle. Reduzierte Identität  begleitet von dem Geräusch einer Schreibmaschine. Wie bei den Fotografien der Augen erscheinen diese schwarz-weißen Bilder hintereinander, Fingerabdruck an Fingerabdruck.<br />
Höhepunkt ist eine rasche Abfolge aller bereits präsentierten Bilder. Man sieht die Fotografien der Augen, die Fingerabdrücke, die DNA, Schrift taucht auf und man hört technisch klingendes Piepen und Surren von einen Computer.<br />
Am Ende des Videos bleibt ein Fragezeichen beim Zuschauer.<br />
Was hat das Ganze denn nun eigentlich mit Identität, Identifikation, mit Technik, mit dem Menschen zu tun?</p>
<p>Genau das lässt die Künstlerin offen, stößt nur zum Denken an. Sie selber hat viele Stationen durchlaufen. Von ihrem eigenen Fingerabdruck fasziniert, betrachtete sie den Abdruck anderer. Sie informierte sich unter anderem bei dem Polizeipräsidium, im medizinischen Bereich und sammelte einiges an neuer Erfahrung. So reagierten zu ihrer Verwunderung zum Beispiel einige Menschen, die sie wegen der Nahaufnahme eines ihrer Augen ansprach, mit Ablehnung. Aus Angst wovor? In wie weit haben unsere menschlichen Merkmale mit unserer Identität zu tun? Wo überhaupt ist unsere Identität in einer so hochtechnisierten Welt?</p>
<p>Fragen über Fragen hinterlässt diese Arbeit. Leider konnte man das Video im Stellwerk nur Sonntag zur Vernissage und Montag nachmittags bewundern, und so kann man nur hoffen, dass das Video zumindest einige Menschen zum Nachdenken und zum Diskutieren angeregt hat.
</p>
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